Archiv für Februar 2018

Antifa Ultras unite!

In der Regionalligapartie zwischen dem SV Babelsberg 03 und Energie Cottbus reagierte ein Fan von 03 auf wiederholtes rassistisches und antisemitisches Verhalten aus dem Gästeblock mit einem „Nazischweine raus“. Diese Aussage nahm der Nordostdeutsche Fußballverband (NOFV) als Teilbegründung einer Strafe gegen 03. Aufgrund von einem hohen Druck auf den Verband durch die Presse, diverser Vereine und des DFBs hat der Verband mittlerweile zugegeben, dass die Auflistung dieser Aussage in der Urteilsbegründung ein „Stilfehler“ sei und die Strafe sich hauptsächlich auf den Einsatz von Pyrotechnik beziehe. Das Verhalten von Cottbusser Nazis wurde dennoch bis heute nicht belangt.
Der SV Babelsberg weigert sich folgerichtig die Strafe unter diesen Umständen zu bezahlen.

Wir solidarisieren uns mit allen Antifaschist_innen die für nazifreie Kurven kämpfen, egal ob in Babelsberg, Duisburg oder Anderswo!

Nazischweine raus aus den Stadien!

Kicker, Kämpfer, Legenden – Juden im deutschen Fußball

Supporters Crew 05 e.V. zeigt Ausstellung „Kicker, Kämpfer, Legenden – Juden im deutschen Fußball“

Mit Ausstellung und Vortragsreihe startet die Supporters Crew nach überstandener Fanszenen-Weihnachtsfeier und einem Film unserer Freunde aus Oldenburg mit ihrem Frühjahrsprogramm ins neue Jahr.
Im März gastiert die Ausstellung „Kicker, Kämpfer, Legenden – Juden im deutschen Fußball“ in unseren Räumlichkeiten in der OM10. Die vom Centrum Judaicum in Berlin konzipierte Ausstellung wurde dort zunächst nach der Fußballweltmeisterschaft 2006 gezeigt und wird heute über die Evangelische Versöhnungskirche in der KZ-Gedenkstätte Dachau verliehen. Sie ist vom 7.–23. März zu sehen und wird von einer Vortragsreihe begleitet.
Wir haben uns mit dieser Ausstellung und der begleitenden Vortragsreihe für ein Thema entschieden, dass sich auf den Alltag der jüdischen Bevölkerung in Deutschland in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts bezieht. Die Ausstellung veranschaulicht die Bedeutung jüdischer Fußballer, Trainer, Journalisten und Funktionäre für die Entwicklung unseres Lieblingssports. So spielten in der Phase der Etablierung des Fußballs viele jüdische Bürger eine Pionierrolle.
Die Ausstellung erinnert an diese Wegbereiter, wie Julius Hirsch, der Deutscher Meister wurde, für die Nationalmannschaft auflief und Namensgeber ist für einen jährlich vom DFB vergebenen Preis, mit dem Personen, Initiativen und Vereine ausgezeichnet werden, die Zivilcourage zeigen und Zeichen setzen gegen Antisemitismus, Rassismus und andere Diskriminierungsformen. Sie erinnert an Kurt Landauer, den jüdischen Präsidenten des FC Bayern München, in dessen Amtszeit die Elf um den jüdischen Trainer Richard Dombi den ersten Meistertitel nach München holte, oder Walther Bensemann, einem der Gründer des DFB, Organisator der ersten internationalen Begegnung einer deutschen Auswahlmannschaft sowie Gründer der Fußballzeitschrift „Kicker“. Die Ausstellung zielt drauf ab, diese einst in der Öffentlichkeit umjubelten Pioniere und ihre Verdienste wieder in Erinnerung zu rufen und das jähe Ende ihrer Karrieren nicht in Vergessenheit geraten zu lassen.

Mehr Infos und Öffnungszeiten hier