Archiv für Februar 2014

Celle, Vortrag & Abschlussparty

Anmelden unter RSG05.​Kontakt@​hotmail.​de, Abfahrt am Fanraum. Wir kommen natürlich pünktlich zum Vortrag zurück.

Die Aus­stel­lung TAT­ORT STA­DI­ON 2 läuft lei­der nur noch wenige Tage.
Am Sams­tag, den 01.​03.​2014 be­grü­ßen wir ab 19:05 Uhr die Aa­chen Ul­tras und Ul­tras Braun­schweig zum Vor­trag: „Nazis in den Kur­ven“.
Vor­her be­steht die Mög­lich­keit zum Aus­wärts­spiel des 1.​SC Göt­tin­gen 05 mit nach Celle zu fah­ren (Tref­fen ab 09:05 Uhr im Fan­Raum, Ab­fahrt 10:30 Uhr) und im An­schluss an die Ver­an­stal­tung fei­ern wir ´ne fette Ab­schluss­par­ty!

Hier die An­kün­di­gung der Ver­an­stal­tung aus Braun­schweig:

“Keine Ein­tracht mit Nazis” ist eine Lo­sung, die sich in den letz­ten zwei Jah­ren im Bezug auf Ein­tracht Braun­schweig immer wei­ter ver­brei­tet hat. Doch wie steht es um Per­spek­ti­ven und Rea­li­sie­rung eman­zi­pa­to­ri­scher Fan­kul­tur in Braun­schweig? Wenn Ende Ja­nu­ar eine Grup­pe von or­ga­ni­sier­ten Neo-​Na­zis, ge­tarnt als nor­ma­ler Fan­club, aus der tra­di­tio­nel­len Fan­kur­ve der Braun­schwei­ger Ein­tracht ver­drängt wird, ist das ein Er­geb­nis eines län­ger­wäh­ren­den Pro­zes­ses. Denn seit den 1980er Jah­ren ist die Fan­sze­ne do­mi­niert wor­den von rech­ten Hoo­li­gans und ihren Apo­lo­ge­ten, die mit Ge­walt eine Un­ter­ord­nung aller for­der­ten, die im Sta­di­on aktiv sein woll­ten. Diese Zwangs­si­tua­ti­on wurde über Jahre ge­tra­gen, da es kei­ner­lei Ge­gen­ge­wicht gab, um die Ge­ge­ben­hei­ten zu ver­bes­sern. Zu­gleich brach­te sport­li­cher Mis­ser­folg für den Ver­ein wei­te­re neue Pro­ble­me, die lange Zeit im Vor­der­grund stan­den ohne sich mit der Si­tua­ti­on im ei­ge­nen Sta­di­on aus­ein­an­der­zu­set­zen. So wuch­sen neue Fan­ge­ne­ra­tio­nen heran, für die es der na­tür­li­che Zu­stand war und ist, dass rech­te und rechts­of­fe­ne Hoo­li­gans die obers­te In­stanz in der Fan­sze­ne sind. Nach einer län­ge­ren Aus­zeit, die erst durch Sta­di­on­ver­bo­te und da­nach aus ei­ge­nem Schutz ge­nom­men wurde, kehr­te im Jahr 2012 die Grup­pe Ul­tras Braun­schweig trotz die­sen Um­stän­den zu­rück ins Sta­di­on. Da­durch konn­te die kon­ti­nu­ier­li­che Ar­beit der Grup­pe gegen Dis­kri­mi­nie­rung und Aus­gren­zung nun auch dort ar­ti­ku­liert wer­den, wo es ele­men­tar wich­tig ist. Neben der vol­len Un­ter­stüt­zung der Braun­schwei­ger Ein­tracht war und ist es ein gro­ßes Ziel die alten Hier­achi­en zu kip­pen und einen an­ti­dis­kri­mi­nie­ren­den Kon­sens im Ein­tracht-​Sta­di­on mit all den Fans zu eta­blie­ren, die genau sol­che Werte tei­len. Die­ser Weg zeig­te sich bis­her als nicht hin­der­nis­los. So gibt es seit der Rück­kehr Aus­ein­an­der­set­zun­gen mit den­je­ni­gen Grup­pen, die ihre Macht­po­si­ti­on am wan­ken sehen und kör­per­li­che Aus­ein­an­der­set­zun­gen und Über­grif­fe, die sich in den me­di­al auf­eg­ar­bei­te­ten Er­eig­nis­sen des Aus­wärts­spiels in Mön­chenglad­bach gip­fel­ten. Statt dabei die An­grei­fer zu be­nen­nen, wähl­te die Ver­eins­füh­rung den ein­fa­che­ren Weg und sprach ein Ver­bot gegen Ul­tras Braun­schweig aus, wel­ches noch immer exis­tiert. Den­noch haben sich Werte im Sta­di­on ver­fes­tigt, die an­de­re Fans und Grup­pie­run­gen er­mu­ti­gen, gegen Neo­na­zis im Sta­di­on vor­zu­ge­hen. Das wirft die Frage auf, wie denn nun die ak­tu­el­le Si­tua­ti­on ei­gent­lich genau ist und wel­che Mög­lich­kei­ten es gibt, die eman­zi­pa­to­ri­schen Ele­men­te zu ver­stär­ken und Ein­tracht Braun­schweig so zu un­ter­stüt­zen, wie es der Ver­ein ver­dient.“