Archiv für Oktober 2012

Auswärtsspiel gegen BraunschweigII

In elf Tagen steht das Spitzenspiel im Eintracht-Stadion an, wenn unsere Mannschaft beim BTSV antritt, die nach 13 Spielen ohne Punktverlust an der Tabellenspitze stehen.
Es werden Busse eingesetzt – Bustickets werden nur 05€ kosten!

Weitere Infos zur Busfahrt folgen die Tage!
Mobilisiert was das Zeug hält, ob im Freundes- oder Familienkreis, bei der Arbeit, in der Uni, in der Schule oder sonst wo!

Wir müssen dem Fahrdienst bis Montag morgen mitteilen ob wir den zweiten Bus haben wollen oder nicht!

anmelden unter rsg05.kontakt@hotmail.de

Auswärts nach Lüneburg und Fotoupdate

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EDIT:

aus Finanziellen Gründen müssen wir den Bus nach Lüneburg leider absagen. Für die bereits verkauften Karten gibt es natürlich das Geld zurück!
Nun fahren wir Zug. Treffen ist um 10:45 vorm Hbf.. Die Kosten für jede_n Mitfahrer_in beträgt daher nur zwischen 5-6 €!

Fahrt alle mit uns zug!
Alles für 05!
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Fotos von der FARE-Aktion und von anderen Spielen findet ihr hier.

FARE Action-Week!

Refugees welcome! – Gegen deutsche Abschiebepraxis und Asylpolitik!

Vom 16. bis 31. Oktober finden europaweit die fare-Aktionswochen statt. An diesen wird sich die RasenSportGuerilla im Speziellen das erste Mal und die Göttingen 05-Fanszene im Allgemeinen zum wiederholten Mal beteiligen. Geplant ist eine Aktion im Stadion.

Fare – footballfans against racism in europe – ist ein 1999 gegründeter Zusammenschluss von Fußballfans, welche sich gemeinsam gegen Rassismus und Diskriminierung einsetzen. Jedes Jahr finden die fare-Aktionswochen statt. In diesem Jahr werden wir, die RSG mit der 05-Fanszene, sowie der Gutscheingruppe Göttingen, an den Aktionswochen unter dem Thema „Abschiebepraxis in Deutschland“ teilnehmen. Es wird einen antirassistischen Infotisch von der Gutscheingruppe (beim Heimspiel am 20.10.) geben. Wenn ihr also Fragen zu der Thematik habt oder euch in Zukunft in diesem Bereich mehr engagieren wollt sprecht die Menschen einfach an! Ebenso bekommt ihr von uns am Spieltag – am 20.10. um 14 Uhr Zuhause gegen Rotenburg – alle nötigen Details zu den geplanten Geschehnissen auf der Gegengrade. AsylbewerberInnen bekommen Freikarten vom Business-Club.

Warum ist deutsche Abschiebe- und Asylpolitik ein wichtiges, zu kritisierendes Thema?
Ein auf der Hand liegender Punkt, ist neben den rassistischen Asylgesetzen im Allgemeinen, die reale Situation von AsylbewerberInnen, AusländerInnen mit Duldung, ausreisepflichtigen AusländerInnen sowie in einigen Fällen auch AusländerInnen mit Aufenthaltserlaubnis aus humanitären Gründen in den Unterkünften. Häufig sind die hygienischen Standards katastrophal und eine soziale und kulturelle Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ist mit dem Gutscheinsystem kaum denkbar. Weitere Informationen zu dem menschenunwürdigen Gutscheinsystem und vielen weiteren Themen und aktuellen Geschehnissen findet ihr unter: gutscheingruppe.cpunk.de. Zu den prekären Lebensumständen der Betroffenen in den Lagern gesellen sich die Residenzpflicht, welche die Bewegungsfreiheit enorm einschränkt, und Abschiebungen überhaupt.

Nicht selten werden durch Abschiebungen ganze Familien auseinandergerissen. Während der Rest der Familie in Deutschland NOCH geduldet wird, wird ein Familienmitglied abgeschoben. Viel zu oft stehen die Abgeschobenen dann in ihren „Heimatländern“ ohne Verwandte oder andere Menschen die sie kennen da und sind verloren. Es kommt auch vor, dass Menschen abgeschoben werden, die seit ihrem zweiten oder dritten Lebensjahr in Deutschland leben. Dies spielt in den Überlegungen der Ausländerbehörde allerdings keine Rolle. Wenn dann Menschen in ein Land abgeschoben werden, dass sie nicht kennen, ja manchmal sogar noch nicht einmal die Sprache sprechen können, stellt sie das vor erhebliche Probleme.
Ein besonderes Augenmerk wollen wir aber auch auf die Romafamilien richten, die in den letzten Jahren vermehrt in den Kosovo abgeschoben werden. Viele Roma sind während der Jugoslawienkriege aus dem ehemaligen Jugoslawien geflohen. In den Nachfolgestaaten sind sie nun aber eine Minderheit, die diskriminiert und teilweise verfolgt wird und starke Einschränkungen im täglichen Leben erdulden muss. Diese Flüchtlinge nun wieder in den Kosovo, nach Serbien, Mazedonien und andere Staaten abzuschieben, bedeutet für sie die Abschiebung ins Elend und ins Ungewisse. Die Abschiebungen in die jeweiligen Länder erfolgt durch Abmachungen mit den dortigen Regierungen. Da die Flüchtlinge jedoch aus dem damaligen Jugoslawien geflohen sind, haben sie im Prinzip kein „Heimatland“ mehr. Sie in irgendeines der Nachfolgeländer abzuschieben löst ihr Problem in keinster Weise. Zusätzlich sollte man sich dem faden Beigeschmack bewusst sein, der entsteht wenn ein deutsches Land Roma abschiebt. Den Roma wurde im deutschen Faschismus durch die schreckliche Verfolgung bereits viel zu viel Schaden zugefügt.
Doch bevor Flüchtlinge abgeschoben werden können, müssen sie erst einmal nach Deutschland kommen. Ein Unterfangen das in den letzten Jahren erheblich schwerer geworden ist. Zumindest für Flüchtlinge von außerhalb Europas. Die „Festung Europa“ nimmt immer mehr Gestalt an. An den Grenzen sterben jährlich Tausende Menschen bei dem Versuch illegal nach Europa zu gelangen. Hier seien die kenternden Flüchtlingsschiffe aus Nordafrika im Mittelmeer genannt. Verantwortlich dafür sind das Schengener Abkommen (also die Verschiebung und Verschärfung der innereuropäischen Grenzkontrollen an die Außengrenzen Europas) und die Einrichtung der Grenzabsicherungseinheit Frontex. Durch diese und weiter Maßnahmen soll Europa zu einem exklusiven Lebensraum gemacht werden, der vor dem was sich außerhalb dessen befindet „geschützt“ werden muss. Ein kranker Gedanke!
Es könnte der Eindruck entstehen, dass Deutschland ja kein Problem mit seinen Grenzen hat, weil ja alle Grenzen in die Nachbarländer offen sind. Deutschland ist aber sowohl am Schengener Abkommen als auch an Frontex beteiligt, hat also ebenso Verantwortung dafür zu tragen, was sich an den Europäischen Außengrenzen abspielt.
Die deutsche Abschiebe- und Asylpolitik ist also zum einen darauf ausgerichtet, so wenig wie möglich „wirtschaftlich unbrauchbare“ Flüchtlinge aufzunehmen, und zum anderen die hier bereits integrierten Flüchtlinge wieder abzuschieben. Ein untragbarer Zustand!

Warum ist das Thema auch im Göttinger Oberligafußball relevant?
Zunächst sind in Göttingen viele Familien beheimatet, die immer wieder Opfer der Abschiebemaschinerie werden. Daher ist das Thema in Göttingen immer relevant. Außerdem ist der Fußball, als eines der wichtigsten Gesellschaftlichen Ereignisse, für uns auch eines der wichtigen Instrumente für Integration und Teilhabe. Im Weiteren haben auch schon viele junge Leute aus den oben angesprochenen Flüchtlingsfamilien für den RSV und den 1.SC gespielt. Aus diesem Grund verbindet uns 05er diese Thematik in jedem Fall.

Daher sehen wir eine Chance, mit unseren Mitteln und dem wichtigen gesellschaftlichen Ereignis Stadionbesuch, einen Teil dazu beitragen zu können, den Menschen die von Abschiebung bedroht sind zumindest einen schönen Tag zu bescheren und die Öffentlichkeit für ihre Situation zu sensibilisieren. Wir heißen hiermit alle AsylbewerberInnen herzlich willkommen und wünschen einen schönen Tag mit netten Gesprächen, gutem Wetter und hoffentlich einem Sieg für den RSV Göttingen 05.

Refugees welcome – Bring your families!
FUßBALL FÜR ALLE – Gemeinsam für 05!
RasenSportGuerilla.

Auswärts in Jeddeloh am Samstag!

Leute!

Ab sofort gibt´s die Karten für Jeddeloh! Die Tickets gibt´s wie üblich im Groovy oder per mail an reiseleiter05@gmx.de.
Kartenpreis ist diesmal 15,- € ermäßigt und 20,- € normal. Da der Bus echt teuer ist, gibt´s auch noch nen Soliticket für 25,- €!

Abfahrt ist 10:30 Benze bzw. 10:45 Zoo.

Im Ticketpreis inlusive ist der Eintrittspreis in Jeddeloh!

Deadline für Bestellung ist diesmal Donnerstag 16:00 Uhr!

Los- kommt alle mit – die Mannschaft braucht uns gerade jetzt!